Dass unsere Athlet:innen hart im Nehmen sind, ist bekannt. Was unser Vereinsmitglied Matthias Cusumano am 18. September beim UTMB I FEEL SLOVENIA abgeliefert hat, grenzt jedoch an ein echtes Abenteuer: 122 Kilometer und gigantische 5.960 Höhenmeter galt es im slowenischen Hochgebirge zu bezwingen – und Matthias stellte einmal mehr unter Beweis, warum er den Spitznamen „Tausendsassa“ trägt.
Nachtstart und Improvisationstalent im Dunkeln
Der Startschuss fiel am Freitagabend um 21:00 Uhr gemeinsam mit rund 800 Starter:innen aus aller Welt. Doch schon zweieinhalb Stunden nach dem Start folgte die erste unerwartete Belastungsprobe: Um 23:30 Uhr gab Matthias’ Stirnlampe den Geist auf. Bis zum Morgengrauen um 06:30 Uhr leuchtete er sich den Pfad im finsteren Gebirge kurzerhand mit dem Display seiner Uhr aus.
Neben der Dunkelheit forderte die Strecke im hochalpinen Gelände höchste Konzentration auf jeden einzelnen Schritt. Knapp 30 Kilometer verliefen im Dunkeln auf über 1.500 Metern Seehöhe – mit spärlichen Markierungen und weit auseinanderliegenden Verpflegungsstationen. Mit einem rund 5 bis 6 kg schweren Rucksack (Verpflegung, Wechselkleidung, Powerbank und Tracker) verlangte die Route somit eine durchdachte Ess- und Trank-Taktik.
Perfekte Renneinteilung & Starke Platzierung
Matthias teilte sich seine Kräfte und Reserven von Beginn an perfekt ein und bewältigte das gigantische Arbeitspensum ohne einen einzigen Einbruch. Auch wenn die letzten 28 Kilometer spürbar lang wurden, kämpfte er sich souverän Kilometer für Kilometer nach vorne.
Im Ziel belohnte er sich mit einem herausragenden Ergebnis im internationalen Feld:
- Gesamtrang: 125. Platz (von 608 Herren)
- Altersklasse: 15. Platz (von 108 Startern)
Ein dichtes Programm für den Tausendsassa
Der Ultratrail in Slowenien war für Matthias der krönende Abschluss einer ohnehin schon beeindruckenden Multi-Sport-Saison 2026. Nach dem Steiraman Extreme Triathlon im Murtal, dem XTERRA Bad Aussee und der Langdistanz in Podersdorf (die er nur 12 Tage vor Slowenien als Trainingslauf absolvierte!), zeigte die Formkurve punktgenau nach oben.
Lieber Matthias, der gesamte Verein gratuliert dir zu dieser unglaublichen Willensleistung und diesem genialen Trailrun-Abenteuer!
